Bubbles 2.0

Leave your footprint.

„ FEEDING THE PLANET, ENERGY FOR LIFE “

Die Weltbevölkerung wächst stetig und damit auch der Energiebedarf. Natürliche Ressourcen wie Öl, Gas und Kohle sind begrenzt – alternative, umweltfreundliche Energiegewinnung wird daher zur existentiellen Aufgabe.
Was kann der Einzelne dazu beitragen?
Kann Architektur für dieses Problem sensibilisieren?
Könnte der Mensch gar selbst zur Energiequelle werden?
Unser Beitrag für den deutschen Pavillon stellt ein umweltgerechtes, interaktives Design dar, das den Menschen als aktives Element beinhaltet.

Unser System soll visuell veranschaulichen, wie viel Energie jeder Einzelne im alltäglichen Leben produzieren könnte, step by step. Der Mensch ist dabei nicht nur Konsument der Energie, sondern erzeugt auch selbst Energie.
Zwar manipulieren Menschen viele natürliche Systeme, doch gibt es physikalische und biologische Gegebenheiten, die unveränderbar sind: zum einen die Gravitationskraft, die uns auf der Erde hält und zum anderen die Luft, die wir zum Leben benötigen.
Unser Beitrag nimmt diese Aspekte als Grundlage: Menschen, Luft und Gravitationskraft.
Durchschnittlich 5 Kilometer geht der Mensch am Tag, dieses Bewegungspotenzial nutzen wir in unserem System.
Unser technisches Konzept für den deutschen Pavillon funktioniert so: Das Körpergewicht der Besucher erzeugt bei jedem Schritt auf die, mit kleinen Blasebalgen versehene, Oberfläche Druck, die mit Hilfe eines Pumpsystems wiederum Luftdruck erzeugt.
Mit Hilfe dieses Luftdrucks werden Luftkissen aufgepumpt, die durch die Bewegung der gehenden Menschen Raum bilden. Zusätzlich erzeugt dieser Luftdruck Windkraft, die Strom für das System produziert. Dieser wird tagsüber gespeichert und nachts in Form von Beleuchtung eingesetzt.
Unser gewähltes Beispiel beschäftigt sich mit urbanen Räumen, die weltweit rund um die Uhr künstlich beleuchtet werden und Millionen Kilowatt Energie verbrauchen. Die Energie, die allein durch Straßenbeleuchtung weltweit verbraucht wird, belastet die Umwelt gewaltig. Rund 20 Millionen Tonnen CO2 werden allein in Europa erzeugt, nur durch elektrische Beleuchtung der Straßen und in unterirdischen Räumen wie Tunnels oder U-Bahn-Stationen. Unser Beitrag ermöglicht es, Energie zu sparen und das alleine durch die Aktivität des Menschen, denn der Mensch als Energiekonsument „füttert“ gleichzeitig die Welt mit Energie.
Das architektonische Konzept ist die Veränderung des Raums durch Bewegung und Licht.
Mit wachsender Besucherzahl wird mehr Luftdruck erzeugt. Das Volumen in den Kissen erweitert sich dadurch, somit verändert sich sowohl die Lichtintensität als auch die Raumhöhe bzw. Raumbegrenzung. Durch die unterschiedlichen Größen der Kissen werden die Räume zoniert. Somit verändert sich der Raum ständig, abhängig von der Zahl der ihn durchschreitenden Menschen. Diese Bewegung der Luftkissen vermittelt den Menschen eine sensiblere Wahrnehmung ihrer Umwelt, da ihre Bewegung direkt die Architektur beeinflusst und immer wieder verändert.
Durch den Einsatz dieses Systems als einer multifunktionalen Decke erreichen wir Raumbildung auf zwei Ebenen:
Zum einen auf der Stadtebene, zum anderen auf der Innenraumebene.
Auf der Stadtebene wird interaktiv von Menschen eine Landschaft geschaffen, die unterschiedliche Freizeitaktivitäten beinhaltet und gemeinschaftlich genutzt wird. Die Besucher der Expo werden zur Bewegung animiert, sie erzeugen Energie und es findet eine Interaktion mit dem umliegenden Raum statt.
Innerhalb des Pavillons entsteht ein zonierter Innenraum, in dem durch die sich verändernden Luftkissen verschiedene Raumhöhen geschaffen werden. Er bietet dadurch den Menschen multiple Möglichkeiten, diesen Raum zu nutzen. Niedrige Raumhöhen laden zum Liegen und Sitzen ein, während hohe Raumhöhen auch bei hoher Besucherzahl Bewegungsfreiheit zulassen und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bieten.
In unserem geplanten deutschen Pavillon nimmt der Besucher also nicht nur eine Betrachterrolle ein, sondern er gestaltet aktiv das Gebäude mit.
Die Bewegung des Menschen dient dabei als unerschöpfliche Energiequelle.

„Feeding the Planet, Energy for Life”




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2 Gedanken zu “Bubbles 2.0

  1. Pingback: Bubbles Reloaded « New Kids on the Blob

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